50 Jahre Gärtnerei Wunder - eine Erfolgsgeschichte

Ein im besten Sinne des Wortes "blühender" Betrieb feiert Geburtstag: Genau 50 Jahre ist es her, daß der damals von Klagenfurt nach Ferlach gezogene Gärtnermeister Johann Wunder in der Freibacherstraße 36 die Produktion von Gemüse aufnahm. Im September desselben Jahres verlegte Johann Wunder endgültig den Wohnsitz von Klagenfurt nach Ferlach. Auf dem Ferlacher Hauptplatz unter der heute schon legendären Linde stellte er seinen Verkaufsstand auf.

Die damals als Familienbetrieb gegründete Gärtnerei Wunder ist auch heute noch eine Einzelfirma im Familienbesitz, und zwar in der mittlerweile dritten Generation. Ein chronologischer Blick auf die Geschichte des Unternehmens zeigt eine kontinuierlich erfolgreiche Entwicklung.

1955 entstand auf dem Gelände der Gärtnerei Wunder das erste kleine Glashaus für Gemüsejungpflanzen und auch Zierpflanzen. Glashäuser waren damals in Kärnten eher noch eine Rarität, im Rosental war Wunder der Pionier.

1959 baute sich Johann Wunder auf das Firmengelände ein Wohnhaus.

1960 wurde im damals neu errichteten Gebäude der Volksbank in Ferlach das erste Blumenfachgeschäft des Unternehmens geöffnet.

1961 ist in den Annalen die Heirat von Sohn Horst mit Rosemarie, geborene Hoborn, vermerkt.

1963 kam als erstes Kind Angelika Wunder zur Welt.

1965 entstand auf dem Firmengelände das erste große Gewächshaus mit einer Fläche von 350 Quadratmetern. Johann Wunder begann mit der Produktion von Edelnelken im größeren Umfang und errichtete eine moderne Ölheizung.

1967 wurde, weil sich die Geschäftsverbindungen mit den Großhändlern sehr gut entwickelten, ein zweites Gewächshaus für Edelnelken errichtet, im privaten Bereich feierte Horst Wunder die Geburt seines Sohnes Gerald.

1969 übergab Johann Wunder den Betrieb an Horst Wunder, der längst die Gärtner-Meisterprüfung abgelegt hatte.

1970 starb der Firmengründer Johann Wunder. Die Volksbank verlängerte den Mietvertrag für das Blumengeschäft mit dem Hinweis auf ihren Eigenbedarf nicht mehr.

1971 spezialisierte sich das Unternehmen unter der Führung Horst Wunders auf Zierpflanzen und gab die Gemüseproduktion auf.

1974 wurden Verkaufsräumlichkeiten am Betriebsstandort in der Freibacherstraße errichtet.

1981 rüstete man die Heizungsanlage von Öl auf umweltfreundliche Biomasse um.

1982 - 86 besuchte Gerald Wunder die Gartenbaufachschule in Langenlois.

1989 entstand das dritte Großraumgewächshaus mit 550 Quadratmetern Fläche und Gerald Wunder absolvierte die Meisterprüfung in Langenlois.

1991 wurden die Verkaufsräume auf 200 Quadratmeter erweitert, Wunder zog sich aus der Produktion für den Großhandel langsam zurück und setzte verstärkt auf Vermarktung am eigenen Standort.

1997 übergab Horst Wunder den Betrieb an seinen Sohn Gerald, der die Meisterprüfung als Gärtner und Florist abgelegt hatte.

1998 wurden die Verkaufsräume noch einmal vergrößert, diesmal auf 800 Quadratmeter. Zur Steuerung der Heizung, Belüftung, der Beschattung und Bewässerung wurde ein moderner Klimacomputer installiert.

2000 verstarb Kamilla Wunder, die Gattin des Firmengründers.

2001 erfolgte der Umbau der Biomasseheizung auf den neuesten Stand.

2004 wurde die Web-Seite www.Gaertnerei-Wunder.eu ins Leben gerufen.

Ständige Investitionen, die in einem hohen Maße auch der Umwelt zugute kamen, und besondere Kundennähe sowie fachliche Beratung in allen Garten- und Floristikfragen zeichnen das Unternehmen seit seiner Gründung aus, prägten aber besonders die letzten Jahre. Nach wie vor hat die eigene Produktion im Hause Wunder eine große Bedeutung. Lange Tradition hat auch die Trauerbinderei.

In der Gärtnerei Wunder sind drei Mitarbeiter im Verkauf, zwei in der Produktion sowie eine Praktikantin der Gartenbauschule Ehrental und eine Aushilfe beschäftigt. Der Großteil der Mitarbeiter ist bereits seit vielen Jahren im Betrieb und hat sich ständig aus- und weitergebildet.

Die Gärtnerei Wunder ist heute im 50. Jahr ihres Bestehens dank ihrer modernen Einrichtung und der ständigen Bereitschaft von Firmenleitung und Mitarbeitern weiterzulernen und zu modernisieren, ein gesunder Betrieb mit sicheren Arbeitsplätzen und einem Schwerpunkt auf gärtnerischen Produkten aus heimischer Herkunft.